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Causa Bin Laden: Weißes Haus

POLITIK سياسة

Causa Bin Laden: Weißes Haus
dementiert Hersh-Version
Pakistanis waren nicht informiert - "War durch und durch ein US-Einsatz"


War die pakistanische Regierung in den US-Militäreinsatz zur Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden verwickelt? Der US-Journalist Seymour Hersh stellt diese Behauptung in einem Artikel für die britische Zeitschrift "London Review of Books" auf und veranlasste das Weiße Haus damit am Montag zu einem scharfen Dementi. "Dies war durch und durch ein US-Einsatz."

"Jede andere Darstellung sei "schlicht falsch", sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats von Präsident Barack Obama, Edward Price.
Bin Laden war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 der meistgesuchte Terrorist der Welt. Anhänger von Al-Kaida hatten damals mit entführten Passagierflugzeugen das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington angegriffen. Nach jahrelanger Fahndung spürte der US-Geheimdienst CIA den Al-Kaida-Chef im pakistanischen Abbottabad auf. Bei einer Kommandoaktion von US-Elitesoldaten im Mai 2011 wurde er getötet.
Pakistanis sollen seit 2006 Bescheid gewusst haben
Hersh schrieb in seinem Artikel, dass der pakistanische Geheimdienst nicht nur im Voraus über die Kommandoaktion informiert worden sei, sondern seit 2006 den Aufenthaltsort von Bin Laden gekannt habe. Die USA sollen einem pakistanischen Geheimdienstmitarbeiter für den Tipp eine Belohnung von 25 Millionen Dollar gezahlt haben. Außerdem zieht der Journalist die Version der US-Regierung in Zweifel, dass die Leiche des Al-Kaida-Chefs nach dem Einsatz auf See bestattet wurde.
Hersh stützt sich auf eine anonyme Geheimdienstquelle. "In dem Artikel gibt es zu viele Ungenauigkeiten und unfundierte Behauptungen", sagte Price. Von der Kommandoaktion habe nur "ein sehr kleiner Kreis von ranghohen US-Vertretern" gewusst. Obama habe keine ausländische Regierung in die Pläne eingeweiht.
Hersh deckte einst das Massaker von My Lai im Vietnam-Krieg und die US-Folter im irakischen Gefängnis Abu Ghraib auf. Sein Ruf in den USA hat nach Veröffentlichungen mit dünner Quellenlage aber zuletzt gelitten.



 
 
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